Erzählcafé: Bremen-Rostock und der Mauerfall

13. November 2026
19:00 - 22:00
Schnoor 27/28, 28195 Bremen

Über 750 Veranstaltungen gab es zum Fest der Deutschen Einheit in Bremen. Zumindest eine allerdings hat gefehlt. Und die wollen wir nachholen: Eine Erinnerung an die besonderen Verbindungen zwischen Bremen und Rostock vor und nach dem Mauerfall. 

Wäre doch zu schade, wenn einfach vergessen würde, 

  • dass schon 1987 eine Städtepartnerschaft beschlossen wurde,
  • dass in den Tagen nach dem Mauerfall am 9. November 1989 Tausende Rostocker:innen Bremen besuchten, 
  • dass Bremen Anfang 1990 ein beachtliches Hilfsprogramm für den Aufbau der Verwaltung in Rostock beschloss, das Verbindungsbüro „Hanse-Kontor“ einrichtete und Hunderte Experten nach Rostock schickte,
  • dass die Bremer Handelskammer Geburtshilfe bei der Neugründung der Industrie- und Handelskammer Rostock leistete und der Weser-Kurier bei der Neugründung der Mecklenburgischen Volks-Zeitung.

Geradezu sensationeller Auftakt zu all dem war eine Zeitungs-Sonderseite, die Weihnachten 1989 gleichzeitig im Bremer Weser-Kurier (WK) und den Rostocker Norddeutschen Neuesten Nachrichten (NNN) erschien: Peter Voith vom WK war für ein Wochenende nach Rostock gereist und Wolfgang Grahl (NNN) umgekehrt nach Bremen. Für beide eine Reise in eine andere Welt, wie ihre Berichte zeigten. Zum Tag der Deutschen Einheit 2010, auch damals zentral gefeiert in Bremen, machten sie dann zusammen einen Film. Und auch 2026 wollten sie wieder gemeinsam etwas publizieren. Dazu kam es jedoch nicht mehr. Vor genau zehn Jahren, am 12. November starb Grahl an den Folgen eines Unfalls.

Moderiert von Katharina Guleikoff wollen wir in einem Erzählcafé an diese Ereignisse erinnern. Neben anderen Zeitzeugen werden Peter Voith und aus Rostock Martina Plothe, die gemeinsam mit Wolfgang Grahl zu den Mitbegründerinnen der Mecklenburgischen Volkszeitung gehörte, dabei sein.  

Der Eintritt ist frei.